04.11.2021

Inframe: Immobilien im Fokus

Mit ihrer Firma Inframe produzieren Konrad Eitner und Maximilian Hessel Videos und Imagefilme für Liegenschaften. In den Berlin Decks setzten die Gründer ihren ersten 3D-Scan um.

Kennengelernt haben sich Konrad Eitner und Maximilian Hessel bereits in der Schule. Nach dem Abitur zogen sie zusammen und begannen, an derselben Universität zu studieren. Heute, mit gerade einmal 20 Jahren, verbindet sie nicht nur die gemeinsame Wohnung und der Hörsaal, sondern auch die eigene Firma: Inframe. „Unser Kerngeschäft sind Immobilienvideos und Imagefilme sowie 3D-Scans von Liegenschaften inklusive virtueller Rundgänge. Dabei wollen wir vor allem Projektentwickler:innen, Maklerhäuser und Asset Manager:innen ansprechen“ erklärt Max. „Aber es spielt für uns keine Rolle, welche Firma uns beauftragt, sondern eher welche Idee umgesetzt werden soll. Am liebsten arbeiten wir direkt an der Immobilie. Dann ist es egal, ob wir mit der Fotokamera versteckte Winkel suchen, mit der Drohne die Welt von oben filmen oder jeden Zentimeter Innenfläche abscannen.“

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Der Einstieg in die Immobilienwelt war für das Duo nicht vorgezeichnet. Das Interesse an Architektur schlummerte zwar in beiden, einen Zugang zur Branche fanden sie jedoch über einen Umweg: die Filmbranche. Während der Schulzeit hatten sie bereits Videos produziert und Gefallen an der Arbeit gefunden. „Das hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir uns von da an mit Videografie beschäftigt haben“, erinnert sich Konrad. „Uns wurde schnell klar, dass man Immobilien und dynamische Videos in vielerlei Hinsicht gut zusammenbringen könnte.“ Mittlerweile beschäftigen sich beide auch im Rahmen ihres Studiums an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin mit Immobilienwirtschaft. Mit Inframe bringen sie den theoretischen Unterbau und die Liebe zum Bewegtbild zusammen. Insbesondere 3D-Scans haben während der Pandemie, als Besichtigungen nur begrenzt möglich waren, an Beliebtheit gewonnen. Virtuelle Touren stehen aber auch aus anderen Gründen hoch im Kurs. „Für einen ersten Eindruck und die interaktive Vermittlung von Informationen ist so ein Scan eine tolle Lösung“, erzählt Konrad. „Viele wollen nicht nur Zeit, sondern auch Emissionen sparen und nicht umsonst zu einer Mietfläche fahren.“ Max glaubt, dass ein Scan mehr bieten kann als ein maßstabsgetreues 3D-Modell. „Am Ende können wir eine Story erzählen, hochwertige Bilder zur Verfügung stellen und Grundrisse erstellen“, erklärt er.

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Auf dem Gelände der Berlin Decks hatten die Gründer die Chance, ihren ersten 3D-Scan umzusetzen. „Ich kannte das Berlin Decks bereits von meiner Arbeit sehr gut und wir haben Tony Paumer, dem Projektleiter, vorgeschlagen ein Video und einen Scan vom Berlin Decks zu machen“, erzählt Konrad. „Klar, bis jetzt ist nur das Bestandsgebäude zu sehen, in dessen Showroom man einen Hauch von dem zu spüren bekommt, was die neuen Berlin Decks ausstrahlen werden.“ An dem Projekt fasziniert das Duo vor allem das Zusammenspiel aus hohem ökologischem Anspruch und Synergieförderung. Sie sind sich sicher: „Hier kann eine starke Gemeinschaft in einer lebenswerten Umgebung entstehen.“

Auch außerhalb der Immobilienwelt werden 3D-Scans immer beliebter. In den Monaten, in denen Galerien und Museen für das Publikum geschlossen blieben, kamen Kuratoren ebenfalls auf den Geschmack von virtuellen Ausstellungsrundgängen. Ein spannender Trend, den auch Max und Konrad für sich entdeckt haben. „Man kann sich so aus der Ferne viel Inspiration auf einem Platz aneignen“, erklärt Max. „So gut wie alle Informationen, die im Museum geschrieben stehen, kann man virtuell einbauen.“ Es bleibt also nur eine Frage der Zeit, bis die beiden auch in dieser Branche aktiv werden.

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